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31.03.-30.09.2006
  Sonderausstellung: Die Kultur des Rasierens
Die morgendliche Rasur ist für die meisten Männer tägliche Routine. Ob Nass- oder elektrische Trockenrasur, beide führen mühelos und schnell zu glatter Haut. Aber das war nicht immer so einfach und bequem. Eine neue Sonderausstellung "Die Kultur des Rasierens" in der BraunSammlung in Kronberg, die ab dem 31. März für das Publikum geöffnet ist, zeigt, dass die Geschichte des Rasierens bis in die Antike zurück reicht, als Menschen sich noch mit Hilfe behauener Steine oder Muscheln die Haare entfernten. Beim Gang durch die Ausstellung kann man Exponate aus dieser Zeit bewundern und die Evolution der Rasur anhand von ersten Hilfsmitteln bis zu den heutigen, leistungsfähigen Hightech-Geräten verfolgen.

Die „Kultur des Rasierens“ entführt den Besucher zunächst in die Historie ferner Länder – denn Bart ist nicht gleich Bart! Je nach Kulturkreis unterscheiden sich die Bedeutung der haarigen Tracht sowie der Akt des Rasierens. Während z.B. die Germanen sorgfältig geschnittene Vollbärte bevorzugten, entstand im antiken Rom der Kult um das glatt rasierte Gesicht. Die Entwicklung der Rasierinstrumente selbst beginnt bereits weit vor Christi Geburt - Höhlenmalereien aus dieser Zeit zeigen bereits bartlose Männer. Im 16. Jahrhundert begannen dann auch die Damen sich zu rasieren.

Der erste Elektrorasierer mit Scherleistensystem sowie der erste Scherfolienrasierer seiner Art aus den 30er Jahren des 19. Jh. beschreiben den Beginn der technischen Entwicklung des elektrischen Rasierapparates, dessen Historie vor allem auch durch die Firma Braun und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Scherfolien geprägt ist.

Angefangen mit dem S 50, dem ersten seriengefertigten Braun Trockenrasierer aus dem Jahr 1950 bis hin zur Dokumentation der Entwicklung des innovativen Cleaning Centers für den Braun Syncro, dem ersten Rasierer mit eigenem Reinigungs- und Ladesystem, dokumentiert die Ausstellung die Geschichte der Rasur bei Braun. Indem die Ausstellung auch die Entwicklung des Damenrasierers sowie der Nassrasur beschreibt, zeichnet sie ein umfassendes Bild der Haarentfernung und seiner Bedeutung innerhalb der Gesellschaft.

Ein besonderes Kuriosum sind sicherlich die Modelle der sechs so genannten "Rasierkarusselle" aus dem 18. Jahrhundert – große dampfbetriebene Maschinen, die gleichzeitig fünf bis sechs Männer einschäumen und rasieren sollten. „Diese ursprünglich nur als Zeichnungen existierenden Erfindungen wurden bereits in den 60-er Jahren nachgebaut und eigens für unsere Sammlung restauriert“ erzählt Sven Wuttig, Designer Corporate Identity bei Braun und maßgeblich für die Ausstellungskonzeption verantwortlich. „Die Erfindungen wurden so nie realisiert, die Modelle sind aber voll funktionstüchtig und zeigen, wie innovativ die Branche schon damals war“ so Wuttig weiter.


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Stand: 28.09.2007, 03:09

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